Dr. Helmut Harlass

Neuigkeiten

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WAHLARZT ab 1.4.2017
13. Jänner. 2017
ACHTUNG: Ich lege am 31.3.2017 meinen Kassenvertrag zurück, bin also ab 1.April 2017 als WAHLARZT tätig: Das bedeutet für Sie als Patientin, dass Sie das Honorar zunächst vollständig bezahlen und die Honorarnote dann zwecks Refundierung bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Die Krankenkassen erstatten Ihnen das Honorar für jene Leistungen zurück, die sie auch den Kassenvertragsärzten vergüten, und zwar 80% des Kassentarifs. Leistungen, die nicht im Tarifkatalog der Sozialversicherungsträger enthalten sind, werden nicht zurückerstattet.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in meiner Wahlarztpraxis auch weiterhin als meine Patientinnen Ihr Vertrauen schenken würden!
ULTRASCHALL IN DER SCHWANGERSCHAFT
28. März. 2013
Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt. Allerdings besteht bei allen Frauen, unabhängig vom Alter, eine Wahrscheinlichkeit von ca. 5%, ein körperlich oder geistig behindertes Kind zur Welt zu bringen! Die Ultraschalluntersuchung kann eine Reihe von Fehlbildungen, Behinderungen oder genetischen Erkrankungen beim ungeborenen Kind aufdecken und so die Wahl der richtigen Geburtsklinik, eine rechtzeitige Behandlung nach der Geburt (oder in seltenen Fällen schon während der Schwangerschaft) ermöglichen oder auch bei der schwierigen Entscheidung mithellfen, ob die Schwangerschaft ausgetragen werden soll oder nicht.
Die Ultraschalluntersuchung verursacht keine Schäden bei Mutter oder Kind, allerdings kann sie auch nicht jede kindliche Erkrankung entdecken: Auch bei guter Gerätequalität, größter Sorgfalt und Erfahrung des Untersuchers können manche Fehlbildungen unentdeckt werden.
Es gibt Ultraschalluntersuchungen mit unterschiedlicher Aussagekraft, die wir Ihnen in unserer Ordination anbieten. Wir richten uns dabei nach einem Stufenkonzept, wie es von der "österr. Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin" (ÖGUM) empfohlen wird.

Die über die im MKP empfohlenen Untersuchungen hinausgehenden Ultraschalluntersuchungen sollten durch speziell dafür qualifizierte Ärzte durchgeführt werden. Die ÖGUM vergibt 3 Zertifizierungsstufen, Voraussetzung sind eingereichte Falldokumentationen und eine Prüfung.
Ich selbst bin für Stufe 2 zertifiziert.

Welche dieser Untersuchungen Sie vornehmen lassen, bleibt Ihrer Entscheidung überlassen. Die folgenden Informationen sollen Ihnen diese Entscheidung ermöglichen:

A) Basis-Sonografie:

Frühschwangerschaft (8.-12.Woche nach letzter Regel): Feststellung, ob die Schwangerschaft richtig in der Gebärmutter angelegt ist (Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft), Feststellung von Herzaktionen und kindlichen Bewegungen, Ausschluss von Mehrlingen, Feststellung des Schwangerschaftsalters und Festlegung des erwarteten Geburtstermins.
MKP-Sonografie 18.-22.Woche: Herzaktion, Fruchtwassermenge, Plazentasitz, Erkennung von groben Auffälligkeiten oder auffälligen Fehlbildungen - hier handelt es sich NICHT um eine gezielte Fehlblidungsdiagnostik!
3. MKP-Untersuchung (25.-28.Woche): Herzaktion, Wachstumskontrolle, Kindslage, Feststellung, ob der Muttermund geschlossen ist.
4. MKP-Untersuchung (30.-34.Woche): Herzaktion,Wachstum,Kindslage, Plazentasitz.
5.MKP-Untersuchung (35.-38.Woche): Herzaktion,Wachstum,Kindslage, Plazentasitz.


B) Erweiterte Untersuchungen = Pränataldiagnostik:

Für diese Untersuchungen sind die Verwendung von Ultraschall-Spitzengeräten und eine hohe Kenntnis sowie Erfahrung des Untersuchers Voraussetzung, der Zeitaufwand ist mitunter sehr hoch. Für die Risikoberechnung aus der NT-Messung (siehe unten) ist eine Zertifizierung bei der FMF (fetal medical foundation) in London notwendig, die jährlich erneuert werden muss.

Erst-Trimester-screening (12.-14.Schwangerschaftswoche): Messung der Nackenfaltendicke (= "Nackentransparenz", = NT-Messung), Darstellung des Nasenbeins, Blutflussmessung über der rechten Herzklappe ("Trikuspidalklappe") und im "Ductus venosus", einem Gefäß im Bauch des Feten.
Auf Basis des mütterlichen Alters, der Schwangerschaftswoche und des "combined tests" (umfasst die Messung der Nackentransparenz und die Bestimmung von 2 biochemischen Parametern aus dem Blut der Mutter) sowie zusätzlicher Marker kann das Risiko für genetische Veränderungen (Trisomie 21 = Down-Syndrom, Trisomie-18, Trisomie-13), aber auch für andere Erkrankungen (z.B.Herzfehler) mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit berechnet werden.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die NT-Messung keine Diagnose liefert, sondern eine Risikoberechnung darstellt, also lediglich angibt, wie wahrscheinlich (oder wenig wahrscheinlich) es ist, dass der betreffende Embryo eine genetische (oder sonstige) Erkrankung hat. Eine Diagnosestellung kann nur durch eine invasive Untersuchung (Fruchtwasserpunktion oder Biopsie aus Zotten der Nachgeburt) erfolgen, wobei das Risiko, dass durch diese Untersuchungen eine Fehlgeburt ausgelöst wird, etwa bei 1:100 - 200 liegt, in den meisten Fällen also sehr viel höher ist als das genetische Risiko!
Seit 2013 ist es nun auch möglich, Störungen an den kindlichen Chromosomen 13, 18, 21 und XY durch eine Untersuchung aus dem mütterlichen Blut festzustellen (NIPT = Nicht Invasiver PränatalTest). Bei dieser Untersuchung besteht naturgemäß kein Risiko für den Feten, sie ist aber mit rel. hohen Kosten verbunden, benötigt eine Indikationsstellung (auffälliges Ersttrimesterscreening) und kann das Ersttrimesterscreening nicht ersetzen.
Auch eine erste gründliche Untersuchung des Kindes (Darstellung von Gehirnstruktur, Armen und Beinen, der Wirbelsäule, des Magens, der Harnblase und sogar des kindlichen Herzens) ist bei günstigen Schallbedingungen zu diesem Zeitpunkt schon möglich.

Zweit-Timester-screening = Organscreening (ca. 21.-24.Woche):
Dies ist die beste Zeit, um die Organe des Kindes zu untersuchen. Es wird besonderes Augenmerk auf eine genaue Untersuchung des Gehirns, des Gesichts, der Wirbelsäule, des Brustkorbs mit Herz und Lunge, der Bauchwand und der Bauchorgane, der Nieren, der Harnblase und des Skeletts gelegt und auf evtl. vorhandene Hinweiszeichen auf Chromosomenfehler geachtet.
Insbesondere sollten Herzfehler (8 von 1000 lebend geborenen Kindern haben einen Herzfehler)schon vor der Geburt erkannt werden, um dem Neugeboreren den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen.
Durch Blutströmungsmessungen in beiden Gebärmutterarterien kann frühzeitig das Risiko eines erhöhten Blutdrucks in der späteren Schwangerschaft (sog. "Schwangerschaftsvergiftung") und einer damit einhergehenden Wachstumsverzögerung des ungeborenen Kindes erkannt werden.

Wenn Ihnen der untersuchende Arzt am Ende des Organscreenings mitteilt, dass er "keine Auffälligkeiten" gesehen hat, heißt das nicht, dass Ihr Kind gesund ist: Es gibt eine Reihe von Veränderungen, die nicht gesehen werden können, weiters auch Erkrankungen (z.B.Stoffwechselstörungen), die mittels Ultraschall nicht erkannt werden können. Wohl aber ist das Fehlen von sonografischen Auffälligkeiten ein sehr beruhigender Befund!
Es ist auch wichtig zu wissen, dass kleinere Organfehlbildungen, die vor der Geburt des Kindes und unmittelbar danach keine therapeutischen Konsequenzen nach sich ziehen, nicht unbedingt gesehen oder mitgeteilt werden müssen!


C) Farbdoppleruntersuchungen:

Die Blutströmung in den Blutgefäßen kann mit Hilfe dieser Ultraschalltechnik sichtbar gemacht und gemessen werden. In der Spätschwangerschaft kann, z.B. bei verzögertem kindlichem Wachstum oder anderen Hinweiszeichen auf kindliche Befindensstörungen, das kindliche Risiko mit Hilfe der Blutströmungsmessungen in der Nabelschnurarterie oder in den kindlichen Gefäßen selbst früher und besser erkannt werden als mit jeder anderen Methode.

D) 3 D - Ultraschall:

Mit dieser Technik gelingt eine räumliche Darstellung von kindlichen Strukturen, z.B. des Gesichts, von Händen oder Füßen, von der Wirbelsäule usw.; eine medizinische Notwendigkeit, diese Untersuchung durchzuführen, besteht nur in Ausnahmefällen,z.B. wenn beim Organ-screening etwas auffällt, was sich in 3 D noch besser darstellen lässt. Der beste Zeitpunkt für diese Untersuchung liegt zwischen der 22. und 32. Schwangerschaftswoche, die Patientin kann sich die Bilder auf Wunsch auf einen USB-stic spielen lassen.
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